Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie Berlin

Die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG, auch Kranio-Maxillo-Faziale Chirurgie) ist ein medizinisches Fachgebiet, welches die Diagnostik, Therapie, Prävention und sowohl funktionelle (Kauen, Schlucken, Sprechen) als auch ästhetische Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Fehlbildungen und Formveränderungen der Zähne, der Mundhöhle, der Kiefer und des Gesichtes umfasst.

Kieferorthopädische bzw. orthognathe Chirurgie

Kieferfehlstellungen

Operative Verbreiterungen des Oberkiefers (Gaumennahtsprengung)

Der Vorteil an einer Gaumennahterweiterung ist, dass die Kieferausdehnung von der knöchernen Basis ausgeht und so bereits nach kurzer Zeit ein Ergebnis zu sehen ist. Der so gewonnene Platz dient zur Einordnung der bleibenden, eng stehenden Zähne.

Verlagerungen des Oberkiefers (Le Fort I – Osteotomie)

Bei der Verlagerung des Oberkiefers wird eine Trennung des Oberkiefers oberhalb der Zahnwurzeln durchgeführt. Somit kann in allen drei Dimensionen verlagert werden. Bei größeren Verlagerungsstrecken kann es zudem notwendig werden, ein Knochentransplantat (z.B. aus dem Beckenkamm) einzubringen, um das Festwachsen des Kiefers in der neuen Position zu gewährleisten. Bei sehr großen Vorverlagerungen wird die sogenannte Distraktionsosteogenese angewandt. Mit sogenannten Distraktoren, die versteckt in der Kieferhöhle liegen, wird hierbei der neue, noch weiche, gebildete Knochen Stück für Stück gedehnt, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist.

Verlagerungen des Unterkiefers (nach Obwegeser-Dal-Pont)

Sie ist die gängigste Methode für Umstellungsoperationen des Unterkiefers. Dieser Eingriff erfolgt immer in Vollnarkose. Die Durchführung der gesamten Operation von der Mundhöhle aus, hat den entscheidenden Vorteil, das keinerlei äußerlich sichtbare Narben entstehen. Ziel dieser Operationsmethode ist es, den zahntragenden Unterkieferkörper in die gewünschte Richtung, vor, zurück oder zur Seite, zu verlagern und gleichzeitig die ursprüngliche Position beider Kiefergelenke beizubehalten.

Verlagerung einzelner Kieferstücke (Segmentosteotomie)

In spezifischen Fällen ist es sinnvoll, dieses spezielle Verfahren einzusetzen, um eine Verlagerung des gesamten Oberkiefers zu vermeiden. Normalerweise wird eine Korrektur des Frontzahnsegmentes von Eckzahn zu Eckzahn oder von seitlichem Schneidezahn zu seitlichem Schneidezahn vorgenommen. Um Zahnschäden zu vermeiden, sollten die Zahnwurzeln vorher, entsprechend der mehrteiligen Verlagerung des gesamten Oberkiefers an den vorgesehenen Trennungsstellen kieferorthopädisch auseinander bewegt werden.

Kombinierte Verlagerung von Ober- und Unterkiefer (Bimaxilläre Osteotomie)

Bei Kombination einer maxillären Retrognathie (Unterentwicklung des Oberkiefers) mit einer mandibulären Prognathie (Überentwicklung des Unterkiefers) können gleichzeitig eine Le-Fort-I-Osteotomie mit Vorverlagerung des Oberkiefers und eine Dal-Pont-Osteotomie mit Rückverlagerung des Unterkiefers vorgenommen werden.

Kiefergelenkerkrankungen

Probleme mit den Kiefergelenken resultieren aus vielerlei Gründen. Als Dreh- und Gleitgelenk nimmt das Kiefergelenk eine gewichtige Stellung im Körper ein und hilft dem Unterkiefer, sich in alle Richtungen zu bewegen. Nicht nur beim Kauen, sondern auch beim Sprechen stimmt das Kiefergelenk die Aktivitäten zwischen Ober- und Unterkiefer genau aufeinander ab. Dabei kontrolliert das zentrale Nervensystem das Zusammenspiel zwischen Gelenk, Kiefer und Kaumuskeln. Sobald eine Komponente des gesamten Systems gestört ist, kann dies zu einer Kettenreaktion führen. Mediziner sprechen dann von Craniomandibulärer Dysfunktion (CMD). Zu den Ursachen gehören beispielsweise stressbedingtes nächtliches Zähneknirschen, rheumatische Erkrankungen oder auch durch Arthrose bedingte Verschleißerscheinungen. Aufgrund von Funktionsstörungen arbeiten die einzelnen Parteien nicht wie gewohnt zusammen. Dadurch kommt es in vielen Fällen zu einer Kieferfehlstellung und einer Erkrankung des Kiefergelenkes.

Arthoskopie des Kiefergelenkes

Um Veränderungen des Kiefergelenks an Knorpel, Knochen, Bändern und an der Synovialmembran (Gelenkschleimhaut) genauestens darzustellen, wird eine kleine Optik (Endoskop) in das Kiefergelenk eingebracht. Diese vergrößert die Strukturen des Gelenks wie ein Mikroskop. Bei der Kiefergelenkarthroskopie handelt es sich um ein minimal-invasives, endoskopisches Verfahren, das eine direkte Begutachtung und operative Verbesserung (Lösen von Adhäsionen oder die Glättung von Knorpeloberflächen) zulässt. Von Vorteil ist hierbei, dass die operativen Zugänge sehr klein gestaltet werden können.

Botulinumtoxintherapie (Botox®)

Der große Kaumuskel, der vor dem Ohr über den Oberkiefer und Unterkiefer zieht, ist der sogenannte "muskulus masseter" Er ist der wichtigste Muskel, allerdings nicht der einzige beim Zusammenbeissen der Zähne. Bei diesem Muskel können verschiedene Beschwerden auftreten. Zum einen kann dies, neben anderen, eine Myalgie (Muskelschmerz) oder eine Myogelose (Muskelhärte) sein.
Um hier diesen Beschwerden positiv entgegen zu wirken, kann eine Botulinumtoxintherapie das Mittel der Wahl sein. Botulinumtoxin, auch bekannt als Botox© des Herstellers Allergan, ist ein Wirkstoff, der zur Faltenbehandlung aber auch in der Neurologie und bei Bewegungsstörungen eingesetzt wird. Mit diesem Wirkstoff werden Muskeln entspannt und somit hinsichtlich der Kaumuskulatur, die Beschwerden gemildert. Die Wirkung auf die Kaumuskulatur hält ca. 4 bis 6 Monate an. Botox kann auch bei einer Vergrößerung des Kaumuskels (Masseterhypertrophie) oder aber auch bei Bruxismus (Zähneknirschen) eingesetzt werden.

Schienentherapie

Das Kiefergelenk und die Kaumuskeln sind essentielle Voraussetzungen für die Bewegungen des Unterkiefers. Wenn die Funktionen dieser Strukturen gestört sind, kann dies zu Schmerzen im Kiefergelenk führen. Ursachen dieser Beschwerden können Stress, falsche Füllungen oder Zahnfehlstellungen sein. Symptome zeigen sich häufig dann in Knacken oder Reiben des Kiefergelenks, Knirschen oder Pressen der Zähne oder Schmerzen im Hals-, Nacken- und Kopfbereich. Ist dies der Fall, kann eine Schienentherapie abhilfe schaffen. Nach umfangreicher Diagnostik und Analyse von Röntgenbildern und Modellen, wird anhand der Modelle eine Schiene für Ihre Bedürfnisse hergestellt. Diese aus Kunststoff gefertigte Schiene soll den Biss des Patienten optimieren. Die Schiene wird eingeschliffen, bis alle Zähne gleichmäßig auf die Schiene “beißen”. So werden die Kaumuskeln entspannt und das Kiefergelenk in eine zentrale Position gebracht. Die Schiene kann jederzeit getragen werden, jedoch hauptsächlich nachts. Begleitend zur Schienentherapie kann manuelle Therapie , Massage und Wärme beim Physiotherapeuten unterstützend zur Schienentherapie verordnet werden.Um hier diesen Beschwerden positiv entgegen zu wirken, kann eine Botulinumtoxintherapie das Mittel der Wahl sein. Botulinumtoxin, auch bekannt als Botox© des Herstellers Allergan, ist ein Wirkstoff, der zur Faltenbehandlung aber auch in der Neurologie und bei Bewegungsstörungen eingesetzt wird. Mit diesem Wirkstoff werden Muskeln entspannt und somit hinsichtlich der Kaumuskulatur, die Beschwerden gemildert. Die Wirkung auf die Kaumuskulatur hält ca. 4 bis 6 Monate an. Botox kann auch bei einer Vergrößerung des Kaumuskels (Masseterhypertrophie) oder aber auch bei Bruxismus (Zähneknirschen) eingesetzt werden.

Offene Arthroplastik bei Arthrose und nicht reponierter Discusdislokation

Physiotherapie, Manuelle Therapie

Unfallchirurgie (Traumatologie)

  • Operative und konservative Versorgung von Brüchen des gesamten Gesichtsschädels
  • Sekundärbehandlung bei Fehlstellungen
  • Metallentfernungen nach Gesichtsschädelbrüchen
  • Versorgung von Weichteilverletzungen der Gesichtsregion inkl. mikrochirurgischer Nervrekonstruktion
  • Versorgung von Zahnverletzungen

Behandlung von Entzündungen

Abszesse der Kiefer-Gesichtsregion

In vielen Fällen entstehen Abszesse – eitrige Infekte im Mund- und Gesichtsbereich – durch einen abgestorbenen Zahn. Meist liegt der Auslöser in einer entzündeten Zahnfleischtasche (Parodontitis), einer entzündeten Wurzelspitze oder einer Zyste – verursacht durch fortschreitende Karies. Die Bakterien dringen in schweren Fällen bis in das Zahninnere durch, wo sich in der Folge Eiter bildet. Über den Kieferknochen kann sich der Infekt dann weiter bis ins umliegende Gewebe ausbreiten.

Neubildungschirurgie (Tumorchirurgie)

Operative Therapie von gutartigen und bösartigen Tumoren der Gesichts- und Halshaut (inkl. Ohren, Nase und Augenlider)
Wenn Tumorverdacht besteht, dann führen wir die nötige Diagnostik mithilfe unseres offenen Magnetresonanztomografens (MRT) durch und beginnen bei positivem Befund unverzüglich mit einer anschließenden Behandlung. Eine Krebserkrankung im Kiefer-Gesichts-Bereich stellt zwar eine schwerwiegende Krankheit dar, lässt heutzutage jedoch in vielen Fällen gute Chancen auf eine Heilung zu. Je früher der Tumor erkannt und behandelt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit der Genesung. Bei bösartigen Tumoren stehen neben einer Operation auch Bestrahlung sowie Chemotherapie zur Verfügung. In der Regel erfolgt eine Verknüpfung dieser Therapien. Bei einer Operation geht es vorrangig darum, den gesamten Tumor zu entfernen, jedoch das betroffene Organ dabei so gut es geht zu erhalten. Ob ein gutartiger Tumor entfernt werden muss oder auf anderen Wegen behandelt werden kann, klären wir individuell ab. Darüber hinaus haben wir aufgrund moderner Methoden der ästhetischen Reproduktionsmedizin auch bei stärker ausgedehnten Tumoren die Möglichkeit, nach einer Tumorentfernung die betroffene Stelle wieder entsprechend herzustellen.

Speicheldrüsenerkrankungen

endoskopische, minimalinvasive Entfernung von Speichelsteinen / operative, endoskopische Entfernung von Speicheldrüsen bei Entzündungen oder gutartigen Tumoren

Wenn Tumorverdacht besteht, dann führen wir die nötige Diagnostik mithilfe unseres offenen Magnetresonanztomografens (MRT) durch und beginnen bei positivem Befund unverzüglich mit einer anschließenden Behandlung. Eine Krebserkrankung im Kiefer-Gesichts-Bereich stellt zwar eine schwerwiegende Krankheit dar, lässt heutzutage jedoch in vielen Fällen gute Chancen auf eine Heilung zu. Je früher der Tumor erkannt und behandelt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit der Genesung. Bei bösartigen Tumoren stehen neben einer Operation auch Bestrahlung sowie Chemotherapie zur Verfügung. In der Regel erfolgt eine Verknüpfung dieser Therapien. Bei einer Operation geht es vorrangig darum, den gesamten Tumor zu entfernen, jedoch das betroffene Organ dabei so gut es geht zu erhalten. Ob ein gutartiger Tumor entfernt werden muss oder auf anderen Wegen behandelt werden kann, klären wir individuell ab. Darüber hinaus haben wir aufgrund moderner Methoden der ästhetischen Reproduktionsmedizin auch bei stärker ausgedehnten Tumoren die Möglichkeit, nach einer Tumorentfernung die betroffene Stelle wieder entsprechend herzustellen.

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